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Teures Gerichtsverfahren

Mai 30, 2008

Das längste Drogenverfahren, das das Landgericht Hannover jemals beschäftigt hat, nähert sich seinem Ende: Am Mittwoch, dem 107. Verhandlungstag, ist der mutmaßliche Haupttäter Ram M. zu neun Jahren Haft verurteilt worden.

Viel Zeit verbrachten Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung damit, Hunderte der 85000 mitgeschnittenen Telefonate anzuhören.

Ein Polizeibeamter sei mit sieben Kollegen fast ein Jahr mit der Auswertung beschäftigt gewesen. Dabei hätten sich allein bei ihm 700 Überstunden angesammelt.

Dieses Drogenverfahren hatte dem niedersächsischen Justizministerium im Oktober 2007 harsche Kritik des Bundesverfassungsgerichts eingebracht, weil die Albaner seit fast drei Jahren in Untersuchungshaft saßen: Den Angeklagten sei es nicht anzulasten, wenn sich ihr Prozess in die Länge ziehe, „nur weil der Staat die Justiz nicht mit dem erforderlichen richterlichen Personal ausstattet“. Daraufhin erhielt das Gericht eine weitere Große Strafkammer.

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